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Unterwegs mit leichtem Gepäck

Rund 150 Euro kassieren die meisten Fluggesellschaften bei Übergepäck. Solch zusätzliche Kosten machen sich natürlich schnell in der Reisekasse bemerkbar. Etwa jeder fünfte Passagier muss bei Flügen darauf zahlen, da man mal wieder zu viel Gepäck mitgenommen hat. Warum? Das wissen die meisten Flugpassagiere wohl selbst nicht. Wahrscheinlich ist es aber der Drang danach, nicht auf sein Lieblings-T-Shirt oder ausreichend Schmuck verzichten zu wollen. Geht man nicht gerade auf Weltreise, so ist Übergepäck genauso unnötig wie eine Grippe im Sommer. Schließlich lassen viele Fluggesellschaften, unter anderem Air France oder TAP Portugal, bei Langstreckenflügen mindestens 23 Kilogramm, nach Indien sogar bis zu 31 Kilogramm zu. Wer in diesem Jahr zu den Olympischen Spielen nach Brasilien fliegt, darf sich sogar bei einigen Fluggesellschaften über noch mehr Freigepäck freuen: zwei Koffer mit je maximal 23 Kilogramm plus ein Handgepäckstück.Aber nicht vergessen: Man muss das ganze Gepäck auch mit sich herumschleppen können, mindestens vom Flughafen zum Taxi oder zum Bus. Das kann mit zwei Koffern und mehr als zwanzig Kilogramm Gewicht vor allem bei sommerlicher Hitze extrem schweißtreibend sein. Deshalb ist es besser Gepäck-Nomadin zu sein. Was man dabei beachten sollte? In erster Linie braucht man einen guten Koffer, möglichst leicht aus Karbon oder ganz auf den Reiserucksack samt Multifunktionstaschen setzen. Den kann man einfach umschnallen und fertig. Und wer nicht anders kann, der sollte klein anfangen. Das heißt, dass man den Umfang des Gepäcks zunehmend reduziert, entweder vor dieser einen Reise oder nach und nach auf weiteren Reisen anhand der Erfahrungen. Geht man beispielsweise nicht Bergsteigen, so sind die Wanderschuhe überflüssig. Sind keine Strandbesuche geplant, kann der Bikini weg. Fährt man in ein Hotel, so sollte man vorab nachfragen, ob Shampoo und Duschgel vorhanden sind. Selbiges gilt auch für elektronische Artikel. Einfach den Ballast Zuhause und die Seele baumeln lassen.Wer besonders raffiniert ist, der packt seine Tasche unter der Freigrenze für das Handgepäck und checkt diese als solches ein. Das hat zugleich mehrere Vorteile: Man hat einen schnelleren Check-In und muss am Gepäckband nicht ewig auf die Tasche warten. Dieser Minimalismus ist also auch eine enorme Zeitersparnis.
26.6.16 01:18
 


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